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Grundlegende Methoden zur Aromabewertung
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Grundlegende Methoden zur Aromabewertung

09.11.2024

Das Aroma gilt oft als die „Seele“ der Gewürze. Für alle, die sich mit Gewürzen und Duftstoffen beschäftigen, ist das Verständnis und die Beherrschung der Aromen unerlässlich. Ein umfassendes Wissen über die aromatischen Eigenschaften, Nuancen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten von Gewürzen und Duftstoffen ermöglicht es, den Prozess der Duftkreation souverän zu durchlaufen, Techniken gekonnt anzuwenden und die Kunst der Parfümerie zu meistern, um Düfte zu unterscheiden, zu imitieren und zu kreieren.

 

1. Das Aroma von Gewürzen erkennen
Der erste Schritt bei der Aromabewertung ist das Erkennen des Duftes von Gewürzen. Menschen verwenden typischerweise vertraute Düfte aus dem Alltag – wie blumige, fruchtige, holzige, kräuterartige, würzige, alkoholische, bohnenartige oder animalische Düfte – als Referenzpunkte, um eine bestimmte Duftkategorie zu beschreiben. Es ist wichtig zu beachten, dass Düfte innerhalb derselben Kategorie unterschiedliche Eigenschaften aufweisen können. Beispielsweise können cremig-süße Düfte blumig (süß-blumig), holzig (süß-holzig) oder fruchtig (süß-fruchtig) sein. Darüber hinaus können bei ein und demselben Produkt mehrere Düfte vorkommen.2-Methylpyrazin mit Kakao- und Nussaroma, aber auch mit Kaffee- und gerösteten Erdnüssenaroma,2,3,5-Trimethylpyrazin mit Aromen von gerösteten Nüssen und gerösteten Kartoffeln. Kontinuierliches Training des Geruchssinns ist entscheidend, um Duftnuancen zu verstehen, sich mit aromatischen Eigenschaften vertraut zu machen und die Fähigkeit zu verbessern, Düfte zu unterscheiden, wodurch eine Qualitätsbeurteilung verschiedener Gewürze ermöglicht wird.

 

2. Wichtige Überlegungen zur Aromabewertung
Bei der Durchführung von Aromabewertungen sollten mehrere wichtige Punkte berücksichtigt werden:
Tägliche Übung: Anfänger sollten sich täglich eine bestimmte Zeit nehmen, um verschiedene Aromen zu erkennen und sich mit ihnen vertraut zu machen. Die Dauer sollte von der Intensität und den Eigenschaften der Proben sowie dem Geruchssinn des Übenden abhängen.

Geeignete Umgebung: Der Untersuchungsbereich sollte gut belüftet, warm und ruhig sein. Vermeiden Sie Orte mit vorhandenen Gerüchen oder Staub. Es wird empfohlen, keine parfümierte Kleidung zu tragen und in Innenräumen nicht zu rauchen.

Verwendung von Aromabewertungspapier: Verwenden Sie saugfähiges Papier geeigneter Dicke. Für flüssige Proben sollten die Papierstreifen 1 bis 1,5 cm breit und 10 bis 18 cm lang sein und an einem Ende spitz zulaufen, um sie in schmale Flaschen eintauchen zu können. Für feste Proben verwenden Sie Papierstreifen mit den Maßen 8 cm Breite und 10 cm Länge.

Sorgfältig ausgewählte Referenzproben: Wählen Sie frische Referenzproben aus und beschriften Sie diese mit Angaben wie Sorte, Region, Verarbeitung und Güteklasse. Lagern Sie sie in kleinen, dunklen Glasflaschen bei 15 °C, lichtgeschützt und tauschen Sie sie regelmäßig aus.

Verdünnung hoher Konzentrationen: Ist die Gewürzkonzentration zu hoch, kann dies zu Geruchsermüdung oder Taubheit führen. Verdünnen Sie das Gewürz daher zur Beurteilung mit reinem, geruchlosem 95%igem Ethanol oder Diethylphthalat auf eine Konzentration von 1 % bis 10 % oder sogar noch stärker.

Dokumentation: Notieren Sie deutlich Name, Nummer und Datum/Uhrzeit der Probe auf dem Bewertungsbogen. Tauchen Sie ein Ende des Papierstreifens in das Gewürz, sodass 1 bis 2 cm des Aromas aufgenommen werden. Bei festen Proben geben Sie eine kleine Menge in die Mitte des Papiers. Halten Sie beim Riechen Abstand, um den Kontakt mit der Nase zu vermeiden.

Detaillierte Aufzeichnungen: Führen Sie während der Aromabewertung detaillierte Aufzeichnungen, einschließlich Duftnuancen, Dufttypen, Aromaintensität, Persistenz, Stabilität, Sicherheit und Flüchtigkeit von Kopf-, Herz- und Basisnoten sowie persönlicher Erfahrungen beim Riechen und Bewerten des Aromas.

 

3. Anwendung von Kenntnissen zur Aromabewertung
Mithilfe der Erkenntnisse aus der Aromaanalyse lassen sich die Duftarten, Rezepturmuster und Hauptbestandteile der Rohstoffe sowie deren ungefähre Anteile in jedem Duftstoff genauer bestimmen. Dies verbessert die Fähigkeit, die Aromen natürlicher oder parfümierter Produkte nachzuahmen.

 

4. Kontinuierliche Vertrautmachung
Machen Sie sich regelmäßig mit den physikalisch-chemischen Eigenschaften, Anwendungsbereichen und Aromakonzentrationsschwankungen verschiedener Gewürze sowie deren möglichen Auswirkungen während und nach der Duftstoffherstellung vertraut. Diese kontinuierliche Weiterbildung ist für alle, die im Bereich Gewürze und Duftstoffe tätig sind, unerlässlich und gewährleistet ein tieferes Verständnis und die Beherrschung von Aromabewertungstechniken.

 

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